Die Moscheen
Die Moscheen - die Häuser Allahs
Zu den sieben, die am Jüngsten Tag Schatten unter dem Throne Allahs finden - am Tag, an dem es keinen Schatten außer Seinen gibt - gehört der, dessen Herz den Moscheen verbunden ist. (Bukhari Buch 10, Hadith 54)
Welches sind die Zwecke und die Vorteile der Moschee? Was soll man tun, was soll man lassen? In diesem Artikel soll, so Gott will, auf diese Fragen eingegangen werden.
Die Moschee ist der Ort des Gebets.
Der arabische Begriff “Moschee” entstammt der Wurzel “s-j-d” und bedeutet “Ort der Niederwerfung” (vor Gott). Das gemeinschaftliche Gebet ist besser und wertvoller als das Gebet eines Einzelnen, denn dessen Lohn ist siebenundzwanzigmal größer (Bukhari Buch 10, Hadith 46). Derjenige, der das Nachtgebet (Ischaa) in der Gemeinschaft betet, ist wie der, der die halbe Nacht betete, und der, der das Morgengebet (Fadschr) in der Gemeinschaft betet ist wie der, der die ganze Nacht betete (Riad as Salihin Buch 8, Hadith 81). Der Gesandte Allahs, Heil und Segen seien auf ihm, sagte: “Bringe frohe Botschaft dem, der im Dunkeln zur Moschee geht, denn ihnen ist vollkommenes Licht am Tag der Auferstehung.” (Riad as Salihin Buch 8, Hadith 68)
Die Moschee ist der Ort der Freitagsversammlung.
Am Freitag predigt der Imam die Freitagspredigt (Khutba), und die Freitagsversammlung ist eine Pflicht für jeden männlichen Muslim. Die Muslime sollen sich baden und sich perfümieren, dann sollen sie früh kommen, weit vorn sitzen und aufmerksam zuhören. Man soll insbesondere das Sprechen, Spielen, Essen oder sonstige Ablenkungen meiden. Gewaltig ist der Lohn, den uns für dieses anständige Besuchen der Freitagsversammlung erwartet.
Aws ibn Aws erzählte, dass der Prophet - Heil und Segen seien auf ihm - sagte: “Wer sich am Freitag badet (Ghusl), und früh aufbricht, und früh ankommt, nahekommt, zuhört und still ist, dem ist in jedem seiner Schritte der Lohn für ein Jahr Fasten und (im Gebet) Stehen.” (Jami’at Tirmidhi Buch 4, Hadith 9)
Die Moschee ist der Ort des Zurückziehens.
Das Ritual des Rückzugs (Itikaf) ist eine Sunnah des Propheten - Heil und Segen seien auf ihm - die er niemals zu unterlassen pflegte. Leider wird es heute von vielen von uns vernachlässigt, außer von denen, denen sich Allah erbarmt hat.
Der Prophet pflegte, das Itikaf in den letzten zehn Tagen des Ramadan zu vollziehen (Bukhari, Buch 33). Beim Itikaf wird sich in die Moschee zurückgezogen, und dabei die Zeit mit der Gebet, der Andacht und dem Lesen des Korans verbracht, während man weltliche Dinge hinter sich lässt.
Das Verhalten in der Moschee
Allah spricht: “Gewiß, Allahs Gebetsstätten bevölkert nur, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, das Gebet verrichtet, die Abgabe entrichtet und niemanden außer Allah fürchtet. Diese aber werden vielleicht zu den Rechtgeleiteten gehören.” (9:18)
Gebote
- Die Moschee soll rein gehalten werden. (Ibn Majah Buch 4, Hadith 25)
- Schlechte Gerüche sollen gemieden werden. (an-Nasa’i 707)
- Zur Moschee soll mit Gelassenheit gegangen werden. (Riad as Salihin Buch 2, Hadith 24)
- Man soll Allahs viel gedenken. (Qur’an 4:103)
- Man soll in den Kreisen des Gedenkens sitzen. (Mishkat al Masabih Buch 9, Hadith 46)
Verbote
- Das Kaufen und Verkaufen ist untersagt. (Tirmidhi 1325)
- Man soll nicht nach verlorenem Besitz suchen. (Ibn Majah Buch 4, Hadith 15)
- Man soll keine Gedichte verlesen. (Ibn Majah Buch 4, Hadith 15)
- Man soll nicht vor einem Betenden hergehen. (Ibn Majah Buch 5, Hadith 143)